Neues Jahr, neues Glück, ... irgendwie nicht!

Nach dem die Voraussetzungen zu diesem Spieltag schon mal sehr verworren waren, konnte damit keiner irgendwas vorhersagen. Nach der Information des Staffelleiters im Dezember sollte der Spieltag eigentlich verlegt werden. Auf Anfragen dann unsererseits bei den entsprechenden Verantwortlichen gab es zwar die Bestätigung dessen, aber weiterhin keine Information dazu. Selbst auf unsere „Entscheidung“, der „nicht gestellten Anfrage“ zu widersprechen gab es weiter .... keine Information. Somit wussten wir noch nicht, was uns an diesem Spieltag erwartet. Ein Spiel? Zwei Spiele? Keine Ahnung. Gerüstet, nach Fürstenwalde zu fahren, stellten wir am freitagabend fest, dass wir dann doch zu elft nicht in zwei Autos passen. Schnell noch einen „Autoverweigerer“ aktiviert und Start! Evtl. wegen des Wetters eher, nein. Das klappt schon.
Hust, hust, hust, mmmmh.
8:30 Uhr, der offizielle Start, ein einsamer Florian stand dementsprechend am „roten“ Netto und wartete. Marco kam dann „nur“ 5 Minuten später mit der Feststellung, dass er das (von den anderen natürlich) vorher gewusst hatte. Bei der Überlegung, aus welcher Richtung Max kommen müsste, gab es eigentlich nur eine Lösung. Die war aber falsch, denn er hatte vergessen (oder nicht ordentlich kommuniziert) den Kapitän abzuholen. Also dann noch mal los. Der dritte Fahrer fehlte aber auch noch und ... unser 2. Libero. Nach einem Telefonat musste festgestellt werden, dass beide verschlafen hatten. Der eine zumindest „mit Zähne putzen“, der andere dann auf Grund der Eile ohne. Nach dem wir dann 20 min später starten konnten, fuhren also 2 Fahrzeuge in Richtung Punktspiel und eines in Richtung ungeschminktem Libero.
Jedes Vorurteil bestätigt, jo!

In Fürstenwalde relativ pünktlich angekommen, stellten wir fest, dass wir definitiv volle Punktspielanzahl haben, da Angermünde anwesend war.
Als erstes durften wir gegen diese ran. Schon beim letzten Mal in Angermünde durften wir feststellen, dass die Jungs immer besser werden. Leider steigt mit dem Können aber auch die Arroganz. Leider. Man ruht sich auf dem „Können“ aus. Sicherlich, die Jungs „können“, aber man kann auch „normal“ den Rest der Welt betrachten, das fehlt aber. Mit so einem einfachen, aber hilfreichen „Hallo“ oder „guten Morgen“ könnte man diese Situationen schon recht einfach bereinigen. Aber das kommt vielleicht noch, ... oder gar nicht mehr.
Wir waren seit langem mal wieder mit 10 Mann anwesend, was es aber in den Aufstellungen und Wechseln nicht einfacher macht. Vollkommen unmotiviert und lieblos, leidenschaftslos und inaktiv standen wir auf dem Feld. Genau so endete auch der erste Satz. Wir wollten zwar daran etwas ändern, „etwas“ schafften wir das auch, aber nicht wirklich hilfreich. So gingen der 1., der 2. und der 3. Satz an die Gegner, die sich nicht groß anstrengen mussten, um 3 Punkte einzufahren. Manchmal konnte ich den Gegner verstehen, warum dieser schmunzelnd sich an unserer optisch deutlich auffälligen Art und Weise der Unfähigkeit erheiterte. Wenn wir mal etwas gut machten, kam kurz danach eine „totale Gurke“. Wenn es als betroffener Mitspieler nicht so traurig wäre, würde man wahrscheinlich geneigt sein, dem Gegner beim Lachen auch noch zu helfen. Alles Wechseln half nicht, kaum mehr Schwung bzw. mehr Niveau als dauerhaftes Ergebnis.
Das zweite Spiel des Tages wurde von uns als Schiedsgericht zu einem 3:2 für Angermünde geführt.

Im Dritten Spiel trafen wir auf die Gastgeber aus Fürstenwalde. Zumindest war der Wille von Anfang an da. Leider konnten wir das jedoch im ersten Satz nicht umsetzen. Immer wieder „dran“, aber nie „vorbei“. Immer wieder eine Phase, meist zwischen 10 und 20, in der wir dem Gegner durch Unfähigkeit sicheren Vorsprung gaben (auch in Spiel 1). Im zweiten Satz konnten wir ein wenig an unsere „Normalform“ herankommen. Und schon konnten wir den Satz gewinnen. In Satz drei „wollten“ wir zwar noch einmal, aber es ging nicht mehr. Somit gingen Satz 3 und 4 wieder an die Fürstenwalder. Unser „Nicht in der Lage sein“ gepaart mit Reklamationen zu falschen Zeitpunkten, Fehlaufgaben im falschen taktischen Moment, Annahmeschwäche und Angriffe, die nicht da landeten, wo sie eigentlich landen sollten. Im Block holten wir immer wieder mal in einer „Sturm und Drang-Phase“ Punkte auf, ansonsten war unser Block gegnerverliebt!

Ay, Caramba!
Lars