Heimspiel, ... und endlich wieder zu Hause!

Nach dem es ja in den letzten Wochen schwierig war, in die eigen Halle zu kommen, konnten wir nun unser Heimspiel auch wieder in eigener Halle stattfinden lassen.
Die Vorzeichen jedoch waren wieder mal nicht berauschend. Robert angeschlagen, Olli verliebt, Daniel bevorzugte kleinere Zelluloid-Bälle, Joni versorgte die Jazz-Verliebten in Dresden, Jens versuchte das VW- Image wieder aus dem Keller zu holen (obwohl der Test schon durch war), Marco im Bermudadreick des Schweigens verschollen. Wir waren mal wieder nur 6 Leute! Adrian kam aber dann doch noch etwas verschlafen gegen 11 in die Halle. Zumindest also 7.
Beide Gegner sind eigentlich zu schlagen, so unser Wissen aus der Vorsaison. Die Döberner sehr gut in die Saison gestartet, die Lübbener in der Tabelle hinter uns. Beide traten auch zuerst gegeneinander an und es wurde relativ deutlich, dass Döbern komplett das Ruder übernommen hatte und eigentlich nichts anbrennen sollte. Das war dann auch so und die Döberner Jungs gewannen klar mit 3:0. Das Schiedsgericht kam nur einmal ins Straucheln, als es eine Regelauslegung erklären wollte und dies überhaupt nicht verstanden wurde. Da fragt man sich als Beobachter schon, was ein Spieler mit erhobenen Armen vorn am Netz tut! Na klar, Blockvorbereitung, das ist ja der einzige Grund, warum man die Pfötchen überhaupt heben darf (wenn man es so begründet)! Dieser Spieler hatte nur das Problem, dass er seinem Aufschlagspieler bei SEINER Blockvorbereitung in die Augen schaute! Hier würde ich die Begründung der Blockvorbereitung gelten lassen, wenn der besagte Spieler dann auch mit dem Rücken zum Netz hochspringt! Hat er aber nicht gemacht, Schade!
Im zweiten Spiel mussten wir gegen Lübben ran und unser Heimpublikum trudelte auch so langsam ein. Das vorangegangene 3:0 war für die Planung trotzdem noch zu schnell!

Vorweg, wir haben 3:0 gewonnen. Jedoch sah die Spielweise manchmal nicht so aus. Zum einen starteten wir unfassbar fucking schlecht (Man, ich war bei Rea Garvey die Woche, uih!!!), zum anderen machten wir Fehler über Fehler, die so nicht zu akzeptieren sind! Ehrlich! Aufschläge? Wahnsinn, was man da verballern kann! Sprungaufschläge? Nein! Simple normale Aufschläge, die da nicht kommen! Und, Aufschläge in taktisch strategisch wichtigen Situationen, oh man! Der Rest wäre ja noch verzeihbar. Annahmen? Oh Gott, ich glaube, ich habe meinen neuen Schuhe an diesem Tage wirklich komplett gut eingeweiht, ich hoffe nur, die denken jetzt nicht, es sind Laufschuhe geworden! Da tauchte unter anderem ein Schnappschuss bei Facebook auf, da sah man den Zuspieler hinter der Position 5 nach seinem Zuspiel! Das war punktspieltagtechnisch bezeichnend. Angriffe? Netz, Aus, was geht noch? Phasenweise ging es dann wieder mal und das reichte, um zu gewinnen! Der Schiedsrichter aus Döbern hatte hier nicht wirklich Mühe, den einen oder anderen Wackler hatte er aber drin. Finde ich aber nicht so schlimm, da fehlt einfach nur Erfahrung! Kommt noch.

Im zweiten Spiel ging es dann gegen Döbern. Hier ging es dann schon eher zur Sache. Im ersten Satz konnten wir noch beim 22:21, dann beim 23:22 keine Zeichen setzen. Erst hier machten wir den Sack mit 25:23 zu. Puhh! Knapp! So sollte es aber weiter gehen. Der zweite Satz war ebenso knapp, aber immer mit leichtem Vorteil für uns. 7:3, 8:5, 9:7, 14:13, 17:16, 18:17. Unerklärlicher Weise ließen wir den Gegner dann auf ein 23:18 erhöhen und konnten dann nur noch 25:19 verlieren. Verunsichert und weiter nach Form ringend ging es weiter. Ständig im Rückstand gaben wir den 3. Satz mit 20:25 ab. Wenig, was ermunternd wirkte. Hier kamen die eine oder andere knifflige Schiedsrichterentscheidung hinzu, die das Leben schwer machte. Der eine oder andere Spieler kam damit nicht ganz klar und war gedanklich woanders. Sicherlich war das Schiedsgericht sachlich mal komplett daneben, aber unser Spiel zeigte auch nicht, dass wir darüber stehen. Leider wurde vom Schiedsgericht der Spielkapitän nicht akzeptiert. Somit standen wir dem Schiedsgericht nach ohne Kapitän auf dem Feld und Diskussionen zum Spiel wurden nicht zugelassen, da wir ja keinen Kapitän hatten. Schon komisch, aber dem Herrn Schieri war da nicht beizukommen. Unwissenheit wurde als Gesetz verkauft und gut (Kapitän und Spielkapitän!). Der 2. war da deutlich verunsicherter, weil er das „richtig“ wusste, aber seinem 1. nicht in die Parade fahren wollte. Solange wir dazu aber auch keine sportliche Antwort haben, sollten wir die Klappe halten und uns weniger aufregen. Spielentscheidend war das nicht, erst (nur für uns), als sich der eine oder andere zu dieser Situation nicht einbekam! Dem Schiedsrichter die Meinung sagen JA, dem Schiedsrichter mitteilen, dass man sich nicht alles gefallen lässt JA, aber dann auch die Kurve kriegen bzw. sportlich reagieren, JAAA! Daran hapert es aber noch! Auch der Gegner war genervt von unseren Reklamationen und verstand teilweise aber auch gar nicht, warum. Wie auch. Es war schwer, in diesem Moment an einen positiven 4. und 5. Satz zu glauben. Wir schafften es trotzdem, den 4. Satz ordentlich zu beginnen und führten diesen immer wieder an. Diese knappe Führung konnten wir auch bis zum Satzende durchziehen, auch, weil unsere Angriffe wieder etwas effektiver wurden. Der Tie-Break musste her. Leider war der Schwung aus dem 4. Satz weg und wir liefen von Anfang an hinterher. Eine schlechte Annahme brachte uns immer wieder in Schwierigkeiten. In diesem Satz konnten wir nicht so richtig Druck aufbauen, sondern immer nur reagieren und den Döbernern hinterher laufen. Folgerichtig wurde dieser Satz dann auch 10:15 verloren.
Fazit: Fit, konzentriert, mit Wechselmöglichkeiten ... wäre das nicht passiert! Krämpfe, Schmerzen, etc. mussten mit Auszeiten weggebügelt werden. Sicherheiten konnten nur im Spiel wieder erlangt werden, egal wie lange es dauerte. Abstimmung und Normalität/Sicherheit fehlte phasenweise. Kommt noch, oder? KLAR! Es hätten beide Spiele gewonnen werden müssen, aber gegen Döbern kann man mal verlieren.
Es spielten: Robert, Florian, Felix, Otto, Max, Adrian, Lars

Ay, Caramba!
Lars